Grunderwerbsteuer auf Instandhaltungsrücklage

Foto: Bundesfinanzhof, Daniel Schvarcz

Die jahrzehntelange Praxis, im Kaufvertrag für eine Eigentumswohnung die Instandhaltungsrücklage vom Kaufpreis abzuziehen, um Grunderwerbsteuer zu sparen, hat der Bundesfinanzhof gekippt.

Begründung: Die anteilige Instandhaltungsrückstellung ist Teil des Verwaltungsvermögens der Wohnungseigentümergemeinschaft und nicht Vermögen des Wohnungseigentümers. Diese Regelung betrifft laut Bundesfinanzhof nicht das mit übergebene "Zubehör", das weiterhin abziehbar bleibt (BFH, 16.09.2020, II R 49/17).